Mythor

  Mit der Heftromanserie Mythor wagte sich der Pabel Verlag 1980, also fünf
  Jahre nach der Einstellung von Dragon, erneut mit einer Fantasy-Heftserie
  auf den deutschsprachigen Markt. Immerhin kam sie mit 192 auf fast
  viermal so viele Nummern wie ihre Vorgängerserie. 

  Sie erschien über einen Zeitraum von fast sechs Jahren bis Ende 1985.
  Wieder waren als Autoren die bekannten Genre-Autoren des Verlages
  aufgeboten worden: Ernst Vlcek, Horst Hoffmann, Hans Kneifel, Peter
  Terrid, Hugh Walker, Ernst Vlcek, Hubert Haensel, Werner Kurt Giesa und
  andere. Innenillustrationen, Kartenzeichnungen fehlten ebensowenig wie
  das farbige Jubiläumsposter. 

  Die Coverabbildungen, fast ausschliesslich von Nikolai Lutohin, waren
  überwiegend von ansprechender Qualität, insbesondere nachdem er auf
  vielfachen Leserwunsch davon abgekommen war, die Darstellungen auf
  das Motiv einer leichtbekleideten Schönheit, die der Held vor einem
  Ungeheuer oder Unhold verteidigte, zu reduzieren. 

  Die Serie gliederte sich in die von Perry Rhodan und Atlan bekannten
  Zyklen, hatte dabei ihre Höhen und Tiefen, aber es gelang ihr immer wieder
  nicht zuletzt durch die zahlreichen Anregungen der Leserschaft, in
  vermeintlich sicheres Fahrwasser zurückzukehren. Doch überraschend,
  weil es hieß, man habe noch große Pläne, erging es Mythor mit Band 192 so
  wie zahlreichen Heftserien zuvor und danach, es erfolgte die Einstellung.
  Die bereits fertig gestellte Nummer 193 wurde im Fantasy-Magazin
  MAGIRA ebenso wie einige weitere Exposés veröffentlicht, ohne dass
  jedoch die losen Enden zu einem schlüssigen Ende verknüpft werden
  konnten.

  Wohl ermutigt durch die Erfolge, die Verlage wie Hansjoachim Bernt, Blitz-
  und Zaubermond-Verlag mit der Wiederveröffentlichung und Fortführung
  von Heftromanserien der sechziger, siebziger und auch
  achtziger Jahre in Buch-, bzw. Paperbackformat gemacht haben, und auch
  die eigenen Erfahrungen mit der Neuausgabe der Dragon-
  Serie, erscheint ab August 2000 im Weltbild-Verlag die Mythor-Serie als überarbeitete Buchausgabe. Pläne für neue Romane sollen in  der Schublade liegen.